Buchgesteuert – Ich fresse mehr Bücher als ein Bücherwurm.

Bücher sollen sich wohlfühlen.

Bücherwand einer Bibliothek Quelle: Sweetaholic / Pixabay

Bücher sammeln bis sich die Bretter biegen.

Ehrlich gesagt sind Bücher für mich wie eine heilige Sache. Auch wenn sich das anhört, als ob ich ein Spinner wäre, ein vielfressender Bücherwurm. Aber ich sage mir immer: Am Anfang war das Wort, danach kam schon ziemlich bald das Buch. Und einige Zeit später? Dann folgte die Bücherwand, zumindest bei mir. Ich weiß gar nicht, wie viele Bücher ich habe, aber ich weiß, wo jedes von ihnen im Regal steht.

Wenn der Experte spricht

Ja, ich bin BUCHGESTEUERT, aber manches stört mich. Es ist Ihnen doch auch schon aufgefallen, wie das Fernsehen mit ihnen umgeht. Dort stellt man Experten gerne vor ein Regal mit Büchern. Das soll zeigen, dass jemand spricht, der sich auskennt. Aber passen die Bücher im Hintergrund überhaupt zur Fernsehsendung? Da müssen Sie sehr genau hinsehen, so wie ich. Dann können Sie Überraschungen erleben. Manchmal haben sie gar nichts mit dem Thema zu tun. Ehrlich gesagt, höre ich den Leuten nicht zu. Mich interessiert es mehr, was sie lesen. Hoffentlich hat man sie nicht vor fremde Literatur gestellt. Werden Bücher einfach nur benutzt, ist das nicht sehr respektvoll.

Der Ärger mit dem Gewicht

Vielleicht wird es ihn bald nicht mehr geben, den Ärger mit zu schwerem Lesestoff, dank der eBooks. Aber bis zu diesem Zeitpunkt biegen sich die Bretter, zumindest bei mir. Dabei wäre doch eigentlich alles ganz einfach. Eine Bücherwand braucht nur eines zu können, nämlich viele Bücher tragen. Das sollte zu schaffen sein, ohne sich zu verbiegen. Jemand erklärte mir, dass die Bücher zu schwer seien, wenn ich das Regal mit ihnen voll stelle. Soll ich es etwa mit dekorativem Schnickschnack füllen? Ich drehe lieber die Bretter um. Dann biegen sie sich zurück.

Bücher und Farben

Quelle: OpenClips / Pixabay

Mit Büchern in Regalen richtig umzugehen ist eine Kunst, aber hat diese Kunst etwas mit den Farben zu tun? Sie werden es mir vielleicht nicht glauben: Es gibt tatsächlich Menschen, die ihre Bücher nach ihrer Farbe sortieren, meine Nachbarn beispielsweise. Ich habe viele Bücher, aber ich wäre nie auf diese Idee gekommen. Ich hielt es für einen Witz, bis ich es sah. Weil es angeblich so gut aussieht und so harmonisch wäre, im Wohnzimmer. Dort sollte alles zusammenpassen, auch die Farben! Aber das ist keine Methode, um Bücher im Regal finden zu können. Würden Sie sich wohl fühlen, wenn man Sie nach ihrer Farbe einsortiert? Bestimmt nicht. Aber Bücher sollen es ertragen.

Etwas Hilfe ist immer gut

Als meine Nachbarn in Urlaub fuhren, habe ich geholfen und habe ihr Bücherregal umsortiert, beim Giessen der Pflanzen. Nun sind die Bücher schön ordentlich nach dem Alphabet aufgestellt und in Fachgruppen eingeteilt, so wie es sich nun einmal gehört. Einfach nur, damit man sie besser findet. Statt mir dankbar zu sein, musste ich mir Kritik anhören. Warum ich auch noch auf jedes der Bücher ein Etikett mit dem Namen des Autors geklebt hätte? Du liebe Güte! Was für eine Frage. Jeder, der schon mal eine Bibliothek besucht hat, sollte wissen, dass das wichtig ist, damit die Bücher einen genauen Platz im Regal haben. Aber ich blieb freundlich und erklärte ihnen die Kartei, die jetzt in ihrem Wohnzimmer steht. Für jeden Titel gibt es dort eine Karteikarte und genügend Platz für neue Karten. Es ist ja eher ein Karteischrank. Bezahlen brauchten sie ihn mir nicht. Ich nahm das Geld, das ich für den Wohnzimmertisch bekam. Der hatte dort keinen Platz mehr. Aber seine Bücher fühlen sich jetzt endlich wohl.

Buchgesteuert – Ich fresse mehr Bücher als ein Bücherwurm.
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