Twittergesteuert – Warum mein Chef niemals in meinen Twitter-Account schauen darf.

Bitte ein Tweet.

Der Twitter Vogel muss gleich brechen. Quelle: OpenClips / Pixabay

Ich bin einfach nur Twittergesteuert – wehe, wenn mein Chef davon erfahren würde!

Erst einmal ein paar energische Worte vornweg, was bitte schön geht meinen Chef mein Privatleben an, denn nach dem Motto „Berufliches vom privaten zu trennen“ genieße ich meine Privatsphäre in vollen Zügen. Selfies vom Arbeitsplatz gehören ebenso zu meinem Twitteralltag wie aufreizende Posen oder Abbildungen in eindeutigen Situationen. Was ist denn schon dabei, wenn eine reizende Single Frau andere an ihrer Lebensfreude teilhaben lässt, machen doch schließlich alle, na ja, fast alle. Irgendwie sind wir doch alle ein wenig Twittergesteuert und schließlich müssen sich alle ja ein ganz klein wenig offenbaren, lach!

Ich genieße eine nahezu perfekte Timeline welche ich nach getaner Arbeit einen Großteil meiner Freizeit widme dem über alles Geliebten …, nein nicht Partner, sondern einem viel abwechslungsreicheren Ersatz, den ich liebevoll Schatz nenne und in der Umgangssprache PC genannt wird. Was habe ich hier nicht schon alles erleben dürfen, denn anders als im Büro des Chefs kann ich mir hier sprichwörtlich besagt den Frust von der Seele schreiben (posten). Dabei lasse ich auch hin und wieder ein paar Tweets über meinen Chef los, denn erst neulich hatte dieser mich doch tatsächlich vor den Augen aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sprichwörtlich gesagt auf erbärmliche Art niedergemacht. Das alles wegen ganzer zwei Minuten, welche ich etwas länger gebraucht hatte, um die Abrechnung für einen ihm äußerst wichtigen Geschäftspartner fertigzumachen.

Tweet von Katharina Tweetmaker. Ein Beispiel Twitter-Spruch.

Tweet von Katharina Tweetmaker: Chef sagt: Ich soll mein Tattoo im Büro abdecken. Ich sage: Können Sie Ihr Gesicht auch bitte im Büro abdecken!

Was bildet der sich eigentlich ein, hat ihn seine Frau letzte Nacht wieder mal die an Migräne leidende Lebensgefährtin vorgegaukelt? Ehrlich gesagt hätte ich genau dasselbe getan, denn einen solchen Frechdachs auch noch mit der vermeintlich schönsten Sache der Welt zu belohnen, wo kämen wir denn da hin? So habe ich mich auch Twittergesteuert wie ich nun einmal bin mittels eines Tweets ausgelassen und siehe da, sogar einige Kolleginnen teilten dieselbe Meinung mit mir. Kicher, hat es den Kerl doch voll erwischt, wenn er denkt, mit Geld kann er uns imponieren, dann darf er gern mal an meinem knackigen Hintern schnuppern. Mit meiner perfekten Timeline kann er doch ehe nicht mithalten, denn bei mir geht es im Privatleben richtig zur Sache. Ein paar Flirts dort und ein paar Affären da, doch wenn er davon erfahren würde, wer weiß, welches vermeintlich verlockende Angebot mir der kleine Wichtigtuer dann machen würde. Hier ist mein Reich, deshalb lasse ich meinen Chef auch gar nicht erst rein, ihr wisst schon was ich meine, lach!

Twittergesteuert – Warum mein Chef niemals in meinen Twitter-Account schauen darf.
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